Hilfe zur Selbsthilfe

Sobha ist die Mutter zweier unserer Projektkinder, den Mädchen Sneha und Rohini. Sobhas Ehemann, Adhinarayana, arbeitet als Steinbrecher. Acht Stunden täglich verrichtet er diese schwere Arbeit, aber sein Einkommen reicht nicht aus, um seine Familie und seine Eltern mit dem Nötigsten zu versorgen.

Er ist dankbar, dass seine beiden Töchter ins Betreuungszentrum Lolugu aufgenommen wurden, denn so haben sie Zugang zu Bildung und erhalten eine warme Mahlzeit am Tag.

Sobha ist Hausfrau und war bisher noch nie ausserhalb der Familie tätig. Sie betreut die Kinder, holt Wasser vom Brunnen und erledigt alle anfallenden Hausarbeiten.

Bei einem Hausbesuch durch einen Projektmitarbeiter erfuhr sie von der Möglichkeit, an einem Nähkurs für Frauen teilzunehmen. Sie entschied sich zur Teilnahme und erlernte die Grundlagen der Schneiderei – Mass nehmen, Zuschneiden und das Nähen auf einer Nähmaschine. Sie schloss die Ausbildung erfolgreich ab und erhielt zum Abschluss eine mechanische Nähmaschine und ein Startpaket mit Stoffen und Garn.

Nun wurde Sobha aktiv und fing an, Kleidung für sich und ihre Familienmitglieder zu nähen. Menschen aus der Nachbarschaft wurden aufmerksam und begannen, bei Sobha Kleidung nähen zu lassen. Bald hatte sich herumgesprochen, dass sie gut nähen konnte.

So wurde sie im ganzen Dorf als Näherin bekannt. Das zusätzliche Einkommen ermöglichte es der Familie aus der kleinen Hütte auszuziehen und ein bescheidenes Backsteinhaus zu bauen.

Corona brachte der Familie neue Schwierigkeiten, aber es scheint nun wieder aufwärtszugehen.

Wir sind dankbar, miterleben zu dürfen, wie das Leben dieser Menschen nachhaltig verbessert wurde und wir danken allen Sponsoren des Nähprojekts, die die Unterstützung von Frauen wie Sobha durch ihre Spende möglich machen.