Situation in Indien

Seit Wochen wird in den Medien über die dramatische Corona – Situation in Indien berichtet. An dieser Stelle möchten wir nicht über die schlimmen (medizinischen) Zustände berichten, sondern den Blick auf die Situation der Kinder vor Ort richten: Die Schulen sind wieder geschlossen und auch unsere Betreuungszentren mussten auf Anweisung der Regierung wieder geschlossen werden. Fernunterricht hat seine Tücken, davon abgesehen haben die meisten „unserer“ Kinder keinen Zugang zum digitalen Lernen. Somit sind sie ausgeschlossen und der Lernverlust geht weiter.

Schon im ersten Lock down haben viele Väter ihre Arbeit verloren und sind nun ebenfalls den ganzen Tag zuhause. Die Familien leben auf engstem Raum unter denkbar schlechten hygienischen Bedingungen. Spannungen und Streitigkeiten prägen den Alltag und das Geld zum Überleben ist knapp.

Unsere Projektverantwortlichen vor Ort sehen die Not und leiden mit den Kindern und ihren Familien – und sie hoffen und beten, dass sich Türen öffnen und sie zielgerichtete Hilfe leisten können.

Erschwerte Planung

Unsere Mitarbeiter sind nach wie vor durch die Corona Krise sehr herausgefordert. Gerade das Gebiet um Chennai erlebt einen Lock down nach dem anderen, dazwischen gibt es Lockerungen, je nach aktueller Situation. So können von einem Tag auf den anderen alle Planungen hinfällig sein und stets muss neu geprüft werden:

  • Dürfen die Mitarbeiter das Büro aufsuchen?
  • Kann der Einkauf für die Siedlungen heute stattfinden?
  • Kann Nahrung ausgeliefert werden?

Grosse Flexibilität ist gefragt und doch sind wir dankbar, dass es zwischen diesen Lock downs immer wieder möglich war – wenn auch mit Verzögerungen – die lebensnotwendige Güter in den Siedlungen zu verteilen.

Unsere Kinderprojekte und “Corona”

Togo

Am 1. April wurde in Togo den Ausnahmezustand ausgerufen. Die Schulen wurden geschlossen und im Grossraum Lomé gilt in der Nacht eine Ausgangssperre. Wir sind sehr dankbar, dass es allen Kindern und den Mitarbeiter vom CAST (Kinderheim) gut gehen darf und bis anhin niemand erkrankt ist. Um die Schutz-Massnahmen umsetzen zu können, wurde viel Seife, Desinfektionsmittel und Hygiene-Masken eingekauft. Mögen sich die Kinder rasch an diese veränderten Umstände gewöhnen, gesund bleiben und sich trotz allem gut entwickeln.

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